Menschen mit einem Lächeln begegnen




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Mann liest aushaengende Zeitung
18.3.06 10:12


Tanz an Bord
Unser Boot gleitete durch eine traumhafte Wasserlandschaft, die uns gefangen nahm und alles andere in weiter Ferne verschwimmen lie?. Wir fuhren durch blaues, glasklares Wasser. Wei?e Palmenstr?nde zogen an uns vorbei w?hrend wir unsere Seele von der Reling baumeln lie?en. Erst nach einigen Tagen lie? der Zauber langsam von uns, hinterlie? aber ein wohliges Sein.

Es fing an, als eine Art Blinddate zu siebt. Der Ausl?ser war das Erbe der Nikolaisa, die in Charlotte Amalie auf den Virgin Islands lag. Vor einem Monat kannten wir uns nur von E-Mails und wenigen Telefongespr?chen. Jetzt war die Nikolaisa f?r acht Wochen unser Zuhause. Wir waren ein bunter Haufen, der das Schiff die ?ber 700 Seemeilen nach Grenada ?berf?hrte. Ich war an den logistischen Vorbereitungen kaum beteiligt, da ich kurzfristig als Ersatz einsprang.

Erwartet hatte ich ein Segelschiff, ich wurde ?berrascht. In Charlotte fuhren wir vom Pier aus mit einem Schlauchboot an den Kreuzfahrschiffen vorbei, zwischen wei?en Segeljachten und Motorjachten in die Bucht. Wir hielten an einem wei?en Holzschiff. Die Reling und das Dach der H?te auf der hinteren H?lfte des Decks waren blau bemalt. Die vordere H?lfte ?berdeckte ein blaues Stoffdach. Das Schiff hatte keine Segel, nur einen Mast am Bug. Ich war ?berrascht ein Motorboot vorzufinden. Aber als ich an Bord stieg f?hlte ich mich wohl.

Am siebten Tag hatten wir erst einen Bruchteil unserer Strecke hinter uns gebracht. Wir lagen bei Saba vor Anker. Am Abend sa?en wir auf dem Vorderdeck, a?en W?rstchen aus der Dose mit Brot, das wir auf Saba gekauft hatten. Wir fingen an zu tanzen. Wir bildeten einen Kreis und der Reihe nach gab jeder in der Mitte eine Soloperformance, die von Applaus und Gel?chter begleitet wurde. In Badeanz?gen, Badehosen, T-Shirts, ohne Schuhe, die meisten ein Glas in der Hand, tanzten wir bis nach Mitternacht. Wir waren betrunken von der Musik, vom Tanz, vom sternenklaren Himmel, ein wenig vom Cubalibre. Am n?chsten Tag standen wir sp?t auf und fuhren erst mittags weiter nach St. Eustatius. Das erreichten wir erst vier Tage sp?ter, da nach nur etwas ?ber f?nf Seemeilen der Diesel alle war. Drei Tage und N?chte trieben wir auf dem Meer, bis endlich ein anderes Schiff unserem Funkspruch folgte und uns zur?ck nach Saba schleppte. Der Motor musste aufw?ndig entl?ftet werden bevor wir neu tanken und weiterfahren konnten.

[?]
21.8.04 23:46


Hinter dem Zaun
19.8.04 23:26


Aus dem Rahmen fallend
Ich habe gerade was ganz verr?cktes gemacht. Ich musste es einfach machen: kurz nach elf Uhr Nachts bin ich einmal um den Block spazieren gegangen. Das ist nicht unbedingt au?ergew?hnlich. Die Umst?nde waren es aber.
Kurz nachdem ich aufger?umt hatte fing ein heftiges Gewitter an. Es regnete stark, ab und zu waren Blitze zu sehen. Die zum l?ften ge?ffneten Fenster habe ich geschlossen, stand noch eine Weile im K?chenfenster und habe rausgeschaut. Aus einem kleinen Rinnsal, der die Strasse runter floss, entwickelte sich ein richtiger Bach. Da ?berkam es mich.
Ich bin raus und habe einen kleinen Spaziergang gemacht. Ich hatte nur zwei Sachen an: eine lange Badehose und ein T-Shirt. Mein Haust?rschl?ssel steckte in einer kleinen T?te in der Hosentasche. Heute war ein ziemlich warmer Tag. Es war zwar merklich abgek?hlt aber noch immer angenehm.
Ich bin barfuss durch den Bach die Strasse runter gegangen. Etwas weiter unten sah ich schemenhaft mir jemand entgegenkommend. Da bin ich in einen Fu?weg abgebogen, der zur Parallelstrasse f?hrt. Ich wohne in einer Wohngegend, die man wohl b?rgerlich bezeichnen w?rde. Bestimmt hat mich jemand gesehen. Bei solchen Gewittern stellen sich viele Leute ans Fenster und schauen einfach raus.
Ich habe mich so frei gef?hlt wie lange nicht mehr. Der Regen prasselte auf meinen K?rper. Das T-Shirt war ganz schnell pitsch-nass. Ab und zu erhellte ein Blitz die Umgebung. Das Wasser bedeckte geradezu den Asphalt und floss von einem kleinen See zum n?chsten. Bei jedem Schritt f?hlte ich meine nackten F??e auf das Wasser platschen. Mich umgab dichte N?sse und ich suchte mir meinen Weg. Ich kenne die Strassen, jetzt wirkten sie fremdartig, aber nicht bedrohlich. Das Ganze war wie ein Traum.
Jemand mit Regenschirm f?hrte seinen Hund spazieren. Im besten Fall dachte er ich sei absonderlich. Zu Hause hat er seiner Frau von dem Verr?ckten erz?hlt. Oder er behielt es f?r sich weil es ihm peinlich war. Ich verstecke mich ja auch normalerweise in einer Jacke unter einem Regenschirm. Oder ich vergrabe mich in meiner Wohnung vor dem Regen.
Aber Heute Nacht war ich mitten drin. Das was abenteuerlich. Das war gut. Als ich unter der Dusche stand f?hlte ich mich ? lebendig.
18.8.04 23:58


Ein sch?ner Abend
Es ist ein sch?ner Abend mit Freunden. Ich schenke Wein in die geleerten Gl?ser nach. Auf dem Tisch die Unordnung nach einem genussreichen Essen. Es gab K?se, Oliven, Tomaten, und dazu frisches Wei?brot. Klaus ist der einzige der noch etwas isst. Wir h?ren Sibil zu, die leidenschaftlich von ihrer neuen Kollektion erz?hlt. Monika und Jan sind den ganzen Abend mit sich selbst besch?ftigt. Ich habe Corinna seit langem nicht mehr so locker gesehen, ich denke sie hat die Trennung von Alex ?berwunden. Alex habe ich nicht eingeladen. Im Hintergrund l?uft leise ?No Roots? von Faithless, eine sch?ne CD. Morgen ist ein ganz normaler Donnerstag, daher gehen alle fr?h. Nur Nadine bleibt noch eine Weile. Wir setzen uns ins Wohnzimmer auf das Sofa und unterhalten uns ?ber alle m?glichen Nichtigkeiten. Es ist sch?n mit ihr allein zu sein, das waren wir seit Monaten nicht mehr. Ihre N?he f?hlt sich gut an. Sie scheint sich auch wohl zu f?hlen. Leider geht sie zu fr?h, sie muss Morgen fr?h raus. W?hrend ich aufr?ume bin ich in Gedanken bei ihr, in der Zeit als wir noch zusammen waren.
18.8.04 22:57


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